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Geschrieben von: ZicheFan
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Sonntag, 13. Dezember 2009 um 19:08 Uhr |
Cover / Erster Eindruck War der klare Aufwärtstrend der LTBs 364-366 nur vorübergehend oder kann LTB 367 das Niveau tatsächlich halten? Sehr gespannt bin ich diesmal auf die Lektüre des Bandes, haben mir doch die vorherigen Ausgaben sehr viel Spaß gemacht! Leider kommt die durchschnittliche Seitenzahl pro Geschichte diesmal nicht über 23 Seiten hinaus, aber wie man an Band 366 gesehen hat, ist das kein absolutes Qualitätskriterium. Pluspunkte sammeln schon mal die beiden hübschen und praktischen Lesezeichen, die diese Ausgabe als Bonbon bereithält. Und das Cover kann sich auch durchaus sehen lassen: Donalds Gesicht ist zwar nicht allzu hübsch, doch die Dynamik seiner Position in Zusammenhang mit dem gelungenen Bildhintergrund ist durchaus ein Blickfang. Bombastisch gescheitert - 30 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Jens Hansegård
- Zeichnungen: Massimo Fecchi
Zunächst werden wir Zeuge der allerersten Zusamenarbeit von Jens Hansegård und Massimo Fecchi. Letzterer konnte ja zuletzt in Band 365 überzeugen und liefert auch hier eine durchweg gelungene Arbeit ab. Zur Story: Dagobert hat vor kurzem sein ultrateures neues „Hotel Bombast“ in Entenhausen eröffnet. Zu dumm nur, dass keine Gäste kommen. Der Grund: Entenhausen ist einfach nicht interessant genug für Urlauber! Dagobert hat zunächst einen Einfall, der vielen LTB-Lesern nur allzu bekannt sein dürfte: Ausländische Sehenswürdigkeiten für Entenhausen einzukaufen. Damit scheitert er natürlich auf ganzer Linie. Doch es gibt ja immer noch Daniel Düsentrieb: Der hat einen Apparillo erfunden, mit dem man Menschen durch Raum schicken kann. Auf Deutsch: Man könnte direkt vom Hotel Bombast zu den Osterinseln oder nach Rom gelangen – und das in weniger als einer Minute! Dagobert geht sofort auf die Erfindung ein und startet eine riesige Kampagne. Aus Kostengründen nimmt der reichste Mann der Welt für den Betrieb des „Touriportators“ allerdings nicht die eigentlich nötigen lupenreinen Diamanten, sondern Quarz – zweiter Klasse, versteht sich. Alle Warnungen Düsentriebs, dass Quarz bei dieser Maschine sehr unzuverlässig arbeite, werden gekonnt ignoriert. Logisch, dass das gesamte Unternehmen auf Dauer nicht gut gehen kann. Zunächst irrt sich der Apparat im Ort (wer zum Südpol möchte, landet auf Hawaii), und dann auch noch in der Zeit. Und Steinzeitmenschen können ahnungslosen Vergnügungssuchenden durchaus unangenehm werden… Ziemlich vorhersehbar, aber gut geschrieben und mit einigen netten Gags unterfüttert ist diese Geschichte. Wie bereits erwähnt zeichnet Fecchi einmal mehr routiniert und so startet das neue LTB gelungen. Note: 2+
Der Reparierdoppler - 20 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Carlo Panaro
- Zeichnungen: Salvatore Deiana
Ab und zu blitzt in Donald doch mal ein Hauch Genie durch: Er hat mit Hilfe Daniel Düsentriebs ein Gerät erfunden, das wohl jeder Mensch besitzen möchte. Ein Nutzungsbeispiel: Hans M. aus B. fällt eine Glühbirne runter. Leider geht sie kaputt. Doch er hat den Reparierdoppler eines gewissen Donald D. aus E. zur Hand! Flugs den Doppler auf die kaputte Glühbirne gerichtet, und schon liegt daneben eine identische, nur funkelnagelneue und funktionstüchtige zweite Glühbirne! Praktisch, nicht wahr? Und deshalb will Donald mit seiner Erfindung auch den Amateurgenie-Wettbewerb in Gänsfurt gewinnen. Auf der Fahrt dorthin hilft er einigen Menschen mit seinem Doppler und fühlt sich gut dabei. Doch wer Donald kennt, weiß, dass irgendwann ein Missgeschick passieren muss. Und als unser geliebter Pechvogel die Bühne in Gänsfurt betritt, fällt der Reparierdoppler herunter und zerbricht… Ob und wenn ja wie Donald aus diesem Schlamassel wieder rauskommt, wird an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten. Nur so viel: Das Ende ist von der ganzen Geschichte am wenigsten gelungen, jedoch immer noch annehmbar. Allgemein ist der Plot an sich nicht allzu ausgefeilt, wird aber extrem aufgewertet durch die teils zum Schreien komischen Zeichnungen Deianas (letzter Auftritt: LTB 364) und die guten Übersetzungen. Insgesamt führt das zu einem sehr versönlichen Urteil meinerseits. Note: 2
Aktion dünnes Phantom
- 26 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Andrea Castellan
- Zeichnungen: Lorenzo Pastrovicchio
Nun wird uns Castys erste und bisher einzige Zusammenarbeit mit Lorenzo Pastrovicchio (letzter Auftritt: LTB 351) präsentiert. Und wie meistens liefert Casty eine hervorragende Story ab. Kurz gefasst geht es mal wieder um das Schwarze Phantom, das einen Weg gefunden hat, sich wortwörtlich platt zu machen wir eine Flunder und so unentdeckt Raubzüge vollführt. Die Jagd auf das Phantom führt nicht nur zu Schmerzen Goofys, sondern bringt auch Micky in Lebensgefahr… Ausgeschmückt mit vielen Details, hervorragenden Gags und atemloser Spannung finden wir hier ein echtes Micky-Highlight. Einmal mehr festigt Casty seinen Ruf als aktuell bester Autor von Micky-Geschichten. Die Zeichnungen Pastrovicchios aktivieren nicht zu Begeisterungsstürmen, sind aber durchweg sehr akzeptabel geworden. Mehr davon! Note: 1-
Die Insel der Ungeheuer
- 28 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story & Zeichnungen: Marco Gervasio
Hier liegt einmal eine Geschichte vor, die komplett aus der Feder von Marco Gervasio (letzter Auftritt als Zeichner in LTB 365) stammt. Donald spricht bei Onkel Dagobert vor. Wie, ihr fragt, warum? Na ja, warum wohl: Er braucht Geld, weil er Daisy zum Essen ausführen möchte. Und das kommt Dagobert ausnahmsweise mal sehr gelegen, hat er doch auf der Schwarzen Insel in der Bucht von Entenhausen ein Restaurant, das einfach nicht laufen will, weil man sagt, dass es auf der Insel gefährliche Untiere. Dieser Aberglaube ist dann auch der Grund, warum Donald lieber kein Geld nimmt, als mit Daisy auf die Ungeheuerinsel zu fahren. Doch Dagobert denkt sich: Gut, dann frag ich eben Gustav, ob der nicht mit Daisy auf der Schwarzen Insel dinieren will. Und wirklich: Gustav sagt zu und wird von den Medien sofort zum Helden erklärt. Donald dagegen wird als feiger Dummkopf hingestellt. Natürlich ist er weit davon entfernt, diese Einschätzung auf sich sitzen zu lassen, und so wird er zum Rächer Phantomias, der zunächst das Restaurantpersonal von der Insel weglockt, um Gustav und Daisy daraufhin in verschiedensten Verkleidungen ordentlich einzuheizen… Dass Marco Gervasio einmal mehr die ursprüngliche Tradition des rächenden Phantomias aufnimmt, ist ihm hoch anzurechnen. Zudem ist diese Geschichte durchweg angenehm zu lesen, glänzt sich doch nicht nur durch solide Gags und schicke Zeichnungen, sondern auch noch durch ihre hervorragende Übersetzung. So kann’s weitergehen! Note: 2+Ein besonderer Gast
- 17 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Bruno Concina
- Zeichnungen: Salvatore Deiana
Salvatore Deianas zweiter Auftritt in diesem Band. Allgemein fällt auf, dass Deiana ca. seit LTB 350 ziemlich häufig im LTB anzutreffen ist. Immerhin ist dieser Umstand oftmals ein Grund zur Freude. Hier jedenfalls ist es einer. Aufgrund ihres Plots kann die Geschichte jedoch problemlos als Lückenfüller in den Ordner des baldigen Vergessens abgeheftet werden. Tick, Trick und Track finden einen Hund und nicht heraus, wem er gehört. Donald ist so nett, das Tier aufzunehmen und auch gleich noch das letzte Ersparte für alle Hundebequemlichkeiten auszugeben. Doch dann sieht Familie Duck eine Anzeige, in der ein Hund vermisst wird, der dem ihren extrem ähnlich sieht… Von vorn bis hinten unoriginell, aber herzerwärmend zu lesen, schnell vorbei, sehr konstruiert. Gut gelungene Illustrationen. Etwas mehr Originalität und etwas weniger Vorhersehbarkeit dürften’s aber schon sein. Note: 3+ Unterhaltung aus der Luft- 27 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Carlo Gentina
- Zeichnungen: Lara Molinari
Zum ersten Mal seit LTB 358 darf sich Lara Molinari mal wieder auf mehr als 10 Seiten austoben, und das freut mich als Fan ihrer Zeichnungen natürlich an sich schon mal besonders. Ihrer insgesamt erst siebte Geschichte mit Partizipation der Panzerknacker sieht man eben das aber schönerweise nicht an. Zur Story: Donald und Dussel arbeiten seit neuestem (mal wieder) bei Dagoberts Fehrnsehkanal DuckTV und sollen diesmal eine neuartige, weil fliegende Live-Kamera ausprobieren. Sollte Dagobert vielleicht bedenken, dass ein solcher Minihubschrauber in den Händen von Donald und Dussel eigentlich nur Schaden anrichten kann? Doch damit nicht genug, hinzu kommt, dass die Panzerknacker die Kamera klauen… Und ab da wird’s vorhersehbar und ziemlich langweilig. Nun ja, wenigstens sind die Zeichnungen Molinaris zwar nicht meisterhaft, aber grundsolide. Bei der relativ geringen Gagdichte dieser Story konnte man illustratorisch wohl nicht mehr allzu viel machen. Note: 3+ Redlich verdient
- 24 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Stefania Lepera
- Zeichnungen: Salvatore Deiana
Deiana zum Dritten. Er ist zwar gut, doch ob das zu einer solchen Dichte im LTB führen muss, steht auf einem anderen Blatt. Hier bekommen wir nun Deianas erste (und bis heute einzige) Koproduktion mit Stefania Lepera zu lesen. In der Hauptrolle: Baptist! Zufälligerweise gehört er zu einer meiner Lieblingsfiguren, dummerweise sehen die meisten Geschichten mit ihm in der Hauptrolle gleich aus und blöderweise strotzt auch diese mal wieder nicht gerade vor Originalität. Baptist wird von der Jury zur Butlerweltmeisterschaft besucht und soll geprüft werden. Er denkt allerdings, die Jury sehe in ihm nur einen guten Butler, wenn sein Chef spendabel sei. Kurzerhand wird Dagobert von seiner Neffenschar dazu genötigt, Baptist zur Seite zu stehen. Dass gerade ein Butler ein guter Butler ist, wenn er unter Bedingungen wie bei Dagobert normal arbeiten kann, ist dem Leser sofort klar, dass die Lüge auffliegen wird, ist ebenfalls logisch. Doch auch wenn die Story hier nicht viel hermacht, deklariere ich diese Geschichte als Lesetipp: Grund dafür sind fast einzig und allein Deianas Zeichnungen, der hier offenbar mal wirklich zeigt, was eigentlich in ihm steckt. Mit extrem viel Witz und mit einem Feuerwerk aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet er die Ducks und drückt dieser Produktion seinen unverkennbaren Stempel auf. Daher soll den LTB-Redakteuren auch gerne verziehen sein, dass sie ihn noch ein drittes Mal in diesem LTB auftreten lassen. Note: 2+ Ganoven in Uniform
- 25 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Michael T. Gilbert
- Zeichnungen: Luciano Marcato
Vom viel veröffentlichten zum bisher unveröffentlichten Zeichner springen wir jetzt. Die allererste Geschichte mit Illustrationen von Luciano Marcato (italienischer Name, aber Vorsicht: Egmont-Story). Von neuen Egmont-Zeichnern ist ja im allgemeinen nicht allzu viel zu erwarten. Marcatos Illustrationen dagegen sind zwar schlicht, aber wirklich schön anzuschauen, viel besser als beispielsweise die Miguels. Und auch die Story Gilberts kann gefallen: Die Panzerknacker haben Familientreffen in Entenhausen und so sollte die Polizei in höchster Alarmbereitschaft sein. Alarm schlägt sie zwar, aber bereit ist sie nicht, haben sich doch fast alle Polizisten beim jährlichen Polizeiball eine ordentliche Magenverstimmung eingefangen. Rettung kommt von unerwarteter Seite: Aisgerechnet drei Panzerknacker stellen sich als vorübergehende Aushilfspolizisten vor. Und gegen die anfänglichen Befürchtungen des Polizeichefs machen sich die Ganoven wirklich gut in der Verbrechensbekämpfung. Nach und nach bringen sie alle ihre Verwandten ins Gefängnis… Solide Story, solide Zeichnungen. Und ein engagiert ans Werk gehender neuer Egmont-Zeichner, von dem hoffentlich noch häufiger die Rede sein wird. Abzüge gibt’s nur für das zu plötzliche und etwas platte Ende der Polizistenkarriere, das im Folgenden aber zu einem amüsanten Schlussbild abgerundet wird. Note: 2- Sicherheit geht vor
- 1 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story & Zeichnungen: Giuseppe Sansone
Kater Karlo gibt den Verkehrserziehungslehrer. Sollte er vielleicht doch lieber lassen, wie dieser zumindest halbwegs gelungene Einseiter von Giuseppe Sansone (letzter Auftritt in LTB 348 mit einem völlig missglückten Einseiter) zeigt. Er bildet eigentlich den zweiten Teil zu einer Karlo-Einseiter-Serie Sansones. Allzu schlimm ist es wohl nicht, dass die bis heute entstandenen vier weiteren Teile (noch) nicht in Deutschland veröffentlicht wurden. Note: 3- Der Aushilfskritiker- 16 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Alberto Savini
- Zeichnungen: Giuseppe Facciotto
Immerhin drei Jahre hat es gedauert, bis die zweite Donald-Dussel-Story dieses Bandes in Deutschland erstveröffentlicht wurde. Es handelt sich hier um Facciottos allererste Disney-Geschichte mit einer Länge von mehr als einer Seite. Und nun, nach der Lektüre der Story, darf ich sagen: Ich ziehe meinen Hut vor ihm. Es gibt nicht viele Zeichner, die bei ihrer ersten längeren Geschichte gleich einen solchen Auftritt hinlegen und überhaupt wenige, die so witzig und dynamisch zeichnen. Die Geschichte ist schnell erzählt: Donald ist bei Entenhausener Kurier (der sattsam bekannten Zeitung Dagoberts) neuerdings Aushilfskritiker. In dieser Funktion schleppt er Dussel als Begleitung mit in die Oper. Nun hat Dussel aber entgegen seiner großspurigen Ankündigungen überhaupt keine Ahnung von Oper und blamiert sich und Donald sofort bis auf die Knochen. Und das nicht nur einmal… Rundum gute Gagstory, die die Vorfreude auf weitere längere Storys mit Illustrationen von Giuseppe Facciotto schürt. Note: 2+ Gut gemeinter Geldraub
- 36 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Giorgio Pezzin
- Zeichnungen: Giorgio Cavazzano
Wie bereits im letzten LTB bekommen die Leser zum Schluss eine Geschichte aus der Zeichnerfeder von Giorgio Cavazzano serviert, die 32 Jahre auf ihre Veröffentlichung in Deutschland gewartet hat. Ausgangspunkt der Geschichte ist eine Situation, die irgendwann mal so kommen musste. Die ständige Angst, beklaut zu werden, führt bei Dagobert dazu, dass er auf alles und jeden ballert, der sich seinem Geldspeicher nähert. Seltsam nur, dass Baptist all das ohne zu murren mitmacht. Jedenfalls befindet ein Psychiater, dass Dagobert, um geheilt zu werden, einmal wirklich beklaut werden muss. Kein Problem, denkt sich Donald man hat ja einen fähigen Ingenieur zur Hand. Mithilfe von Daniel Düsentrieb klaut die Neffenschar ihrem Onkel einiges an Geld und verwahrt es an einem vermeintlich sicheren Ort, um es nach der Heilung wieder zurückzugeben. Dagobert gesundet auch tatsächlich, doch dort, wo das Geld war, findet sich nun nur noch eine Grußbotschaft der Panzerknacker… Die längste und älteste Story dieses Bandes überzeugt, sieht man mal vom für mich etwas unlogischen Schluss ab, auf ganzer Linie. Spannung und viel Witz gepaart mit genialen Zeichnungen und hervorragenden Übersetzungen dürften das Herz eines jeden LTB-Fans erfreuen. Toll! Und ein würdiger Abschluss für dieses hervorragende LTB. Note: 1 Fazit
Erstklassige Ausgabe
sehr viele gute Zeichner echtes Micky-Highlight, zudem eine echte Klassiker-Story am Ende des Bandes schöne Lesezeichen als Extra
schickes Cover
3 x Deiana, führt aber nicht zu Qualitätsverlust Länge der Geschichten lässt zum Teil zu wünschen übrig
Gesamtnote: 2+ Der Höhenflug des LTBs wird fortgesetzt!
Rezensent: Marcel Lorenz rezensiert am: 13.12.2009 |
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 13. Dezember 2009 um 19:09 Uhr |
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Geschrieben von: ZicheFan, LTB-User
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Samstag, 12. Dezember 2009 um 09:38 Uhr |
Cover / Erster Eindruck Auf diesem LTB lasten hohe Erwartungen, schließlich stieg die Qualität von Band 363 bis Band 365 kontinuierlich. Bleibt eben nur zu hoffen, dass kein Absturz folgt. Durchschnittlich sind die einzelnen Geschichten 25 Seiten lang, das ist nicht mehr als Mittelmaß. Mal schauen, ob und wenn ja wie sich das auf die Qualität der Storys auswirkt. Als Extra gibt es diesmal 10 Feriensticker. Na ja, wer’s braucht... Held in Badehosen - 36 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Laura Shaw & Mark Shaw
- Zeichnungen: Flemming Andersen
Die letzte Eröffnungsgeschichte von Flemming Andersen (in LTB 364) war durchaus überzeugend, und diese neue steht ihr in nichts nach. Donald hat sich in den Kopf gesetzt, Rettungsschwimmer zu werden. Tick, Trick und Track können sich das allerdings beim besten Willen nicht vorstellen. Und sie behalten vorerst recht: Donald besteht die Auswahlrunde für Rettungsschwimmer nicht und wird vorerst als Würstchenverkäufer am Strand angestellt. Den Jungs verschweigt er das aber, und so verbreiten sie bei Daisy und in der Schule, dass ihr Onkel jetzt sozusagen ein „Held in Badehose“ ist. Und bald fahren Tick, Trick und Track mit Freunden an den Strand, um ihren Onkel zu bewundern. Doch als wäre das nicht schon genug, taucht auch noch Daisys komplettes Damenkränzchen auf... Sehr vorhersehbar ist der Plot schon, durch die erstklassig-skurrilen Zeichnungen Andersens und die gute Übersetzung wird daraus trotzdem mit Leichtigkeit ein Lesetipp. Schön! Note: 2+
Rezension von Vitus: (SPOILERWARNUNG: Das Ende der Geschichte wird verraten!) Donald findet hinten im Schrank eine Medaille, auf der vermerkt ist, dass er Rettungsschwimmer erster Güte sei. Darauf rennt er natürlich sofort zum strand, wo Muskelprotze gerade auf ihre Rettungsschwimmeraufnahmeprüfung warten. Sogleich legt er sich mit dem Schwimmerass Felix Freistil an. Im Wasser geht er nach ein paar Metern unter, doch seine Verwandtschaft (Tick, Trick, Track und Daisy) ahnt von alle dem nichts und erzählt all ihren Freunden, dass Donald Rettungsschwimmer sei. Sie beschließen, in den Sommerferien Donald zu besuchen. Doch als sowohl die Kinder als auch Daisy am Strand entdecken müssen, dass Donald Würstchenverkäufer geworden ist, versuchen sie, ihre Freunde einem Blickkontakt mit Donald zu entziehen. Die Frauen gehen segeln und die Kinder tauchen bis zur Bucht. Doch plötzlich beginnt der Wind zu drehen, wobei Daisy und Erna über Bord gehen und in einen Strudel geraten. Tick, Trick und Track versuchen, sie zu retten, doch auch sie werden von der Strömung mitgerissen. Donald wird benachrichtigt, worauf er blitzschnell zu der Stelle schwimmt, hinuntertaucht und seine Familie rettet. Doch dann wird er selbst mit der Strömung nach unten gerissen. Felix holt ihn wieder herauf. Donald ist von nun an Held der Familie und Hauptrettungsschwimmer. Sehr gut. Und Flemming Andersen hat diese Geschichte sehr gut gezeichnet. Zeichnungen: 1 Story: 1 Die Stadt in der Wüste
- 35 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Paul Halas
- Zeichnungen: Joaquín Cañizares Sanchez
Joaquíns Auftritte im LTB sind selten geworden: Seine letzte Koproduktion befand sich im LTB 350, das ist also schon über ein Jahr her. Dafür darf er hier auch mal wieder den größten Schwachsinn umsetzen: Micky und Goofy wollen eine Woche in der freien Natur verbringen und treffen stattdessen auf einen maroden Zirkus sowie auf Aliens, die entgegen Mickys ersten Behauptungen („Ich will mir gar nicht ausmalen, was die mit mir anstellen!“) seeehr friedlich sind. Ah ja. Interessant. Die Zeichnungen bewegen sich immerhin im Mittelmaß. Note: 4
Glatt vergessen
- 6 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Roberto Gagnor
- Zeichnungen: Giuseppe Facciotto
Giuseppe Facciotto ist ein seltener Gast im LTB, das letzte Mal trat er in Band 337 auf. Außerdem ist dies seine erste und bisher einzige Koproduktion mit Roberto Gagnor, der seinerseits ebenfalls bisher nur wenige Geschichten in Deutschland veröffentlicht hat. Nun gut, diese Story ist gerade einmal sechs Seiten lang, doch gerade eine kurze Geschichte bietet ja gewisse Herausforderungen, z.B. das „Auf-den-Punkt-bringen“ des Schlussgags. Und das schafft Gagnor hier vorzüglich. Donald muss alle Jahre wieder auf den Wohltätigkeitsball von Daisys Damenkränzchen. In den bisherigen Jahren hat er sich dort jedes Mal blamiert, und auch diesmal scheint von vornherein alles schief zu laufen... Amüsante Gag-Story mit passablen Zeichnungen. Das gibt die Note: 2
Nimmermehr auf Abwegen
- 26 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Silvia Gianatti
- Zeichnungen: Alessandro Pastrovicchio
Bei seinem letzten Auftritt im LTB 350 lernte ich Alessandro Pastrovicchio als Zeichner kennen und freue mich seitdem auf eine neue Geschichte von ihm. Hier ist sie nun, und ich habe allen Grund, meine Begeisterung für den neuen Illustrator weiterhin zu schüren. Denn das, was Gianatti und Pastrovicchio hier abliefern, ist schon beinahe meisterlich. Dabei ist die Grundidee eigentlich recht simpel: Gundel schickt ihren Raben Nimmermehr los, um etwas von Dagobert zu stehlen. Nach einem Unfall im Entenhausener Stadtpark kann sich das Federvieh allerdings an nichts mehr erinnern. Als Nimmermehr dann noch zufällig auf Dagobert trifft, ist das der Beginn einer wundervollen Freundschaft... Es ist herzerwärmend, die platonische Liebe zwischen Dagobert und dem Raben mitzuerleben. Darauf einen Gin... äh... Blubberlutsch! Note: 1Ein unerwarteter Verbündeter
- 40 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Ricardo Secchi
- Zeichnungen: Paolo Mottura
Und wieder einmal folgt die obligatorische Phantomias-Story, diesmal aber mit einem Umfang von immerhin 40 Seiten! Nach fünf Jahren hat sich Paolo Mottura wieder an eine Geschichte gewagt, in der die Panzerknacker auftauchen. Und was soll man sagen: Er hat es nicht verlernt, sie zu zeichnen (welch Überraschung). Doch beginnt diese Geschichte wie soooo viele andere: Donald soll Phantomias überreden, zu einem Ball von Daisys Damenkränzchen zu gehen. Natürlich soll Donald gleichzeitig auch zugegen sein. Doch nein, dieses Mal ist dieses Problem nicht der Mittelpunkt des Plots, sondern ziemlich schnell gelöst. Kompliziert wird das ganze diesmal dadurch, dass unser Superheld seinen Wagen etwas dusselig abstellt und dieser von einem Panzerknacker gestohlen wird. Zwar ist gerade dieser Panzerknacker ein Phantomias-Fan (warum nur?), doch seine Brüder nutzen die Chance, mit dem Heldenauto Raubzüge zu unternehmen. Und schon bald ist der Ruf von Phantomias ruiniert... Kann altes + altes = neues sein? Offenbar schon, denn viele bereits da gewesene Elemente werden hier zu einer gut konstruierten und relativ komplexen Phantomias-Story gemixt. Dazu kommen passende Zeichnungen und überragende Übersetzungen. Ein Lesetipp. Note: 2 Einsamer Triumph

- 30 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Alessandro Mainardi
- Zeichnungen: Paolo De Lorenzi
Die zweite Koproduktion von Mainardi und De Lorenzi, letzterer konnte in den letzten LTBs ja immer wieder begeistern, widmet sich Klaas Klever als Hauptperson, und das durchaus auf eine besondere Weise. Denn: Klaas Klever ist endlich der reichste Mann der Welt, er hat Dagobert endlich besiegt. Das will er natürlich gleich jemandem erzählen, doch es ist Sommer und so sind alle (inklusive Dagobert) im Urlaub oder sonnen sich irgendwo anders. Schließlich scheint es für Klaas Klever ein „einsamer Triumph“ zu werden, doch dann trifft er auf Herrn Düsentrieb... Das vorhersehbare Ende wird durch eine wunderschöne Nebenhandlung gut ausgepolstert. Und auch der Rest der Story weiß (bis auf einen Logikfehler auf S. 150 links unten) zu überzeugen – inklusive der gelungenen Zeichnungen De Lorenzis. Auf die nächste Veröffentlichung dieses begabten Zeichners im LTB darf man sich wohl schon jetzt freuen... Note: 2+ Rezension von Vitus: (SPOILERWARNUNG: Das Ende der Geschichte wird verraten!)Irgendwie ist die Handlung schon bekannt: Klaas Klever versucht, Dagobert zu übertrumpfen. Dies gelingt ihm, was er unbedingt jemandem zeigen will, doch niemand hört auf ihn. Als er endlich Ohr findet, muss er in Ohnmacht fallend feststellen, dass er schon wieder der Zweite ist. Etwas langweilig. Zeichnungen: 1- Story: 3+ Spiele am Strand
- 16 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Carlo Panaro
- Zeichnungen: Francesco Guerrini
Mit Francesco Guerrinis Zeichnungen habe ich ja noch nie viel anfangen können. Zu sehr gekritzelt und meist überladen waren sie bisher für mich. Eine Ausnahme bildete da sein letzter LTB-Auftritt (Band 357). Und auch diesmal sind seine Illustrationen überraschenderweise sehr passabel, weder überladen noch kritzelig. Dafür ist die Story Panaros einmal mehr absolut zum Gähnen: Donald liegt am Strand, beobachtet Leute beim Volleyballspielen, will mitmachen, kann nichts, wird daher „vom Platz gestellt“. Da kommt ZUFÄLLIG Daniel Düsentrieb mit seiner neuesten Erfindung vorbei, mit der man zum Meister einer Sportart werden kann. Zunächst funktioniert alles, doch dann gibt es mit der Erfindung Probleme und... Na ja, den Rest kennt man ja zur Genüge. Insgesamt unterer Durchschnitt, weil Guerrini das ganze ein wenig aufwertet (!). Note: 4+ Unwiderstehlich- 1 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Carlo Panaro
- Zeichnungen: Nicola Tosolini
Der letzte Einseiter von Nicola Tosolini (LTB 363) war desolat, dieser dagegen ist sowohl inhaltlich (ja, auch Panaro fällt ab und zu noch mal was ein) als auch zeichnerisch von guter Qualität. Es geht darin um ein ungewöhnliches Dagobert-Anlock-Manöver von Gitta. Note: 2+ Alles für einen Zehner
- 20 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Marco Bosco & Massimiliano Valentini
- Zeichnungen: Luciano Gatto & Michele Mazzion
Seit über 50 Jahren zeichnet Luciano Gatto nun schon Disney-Comics und nach einer Pause von sechs Bänden hat der Altmeister nun auch wieder einen Auftritt im LTB. Entgegen der ersten Vermutung aufgrund der Überschrift kommt Gundel Gaukeley in dieser Story übrigens nicht vor, obwohl es um Dagoberts Glückszehner geht. Doch diesmal verliert Dagobert den Zehner von selbst (durch ein Loch im Gehrock) – und das am öffentlichen Strand. Dementsprechend schwierig wird die Suche nach dem Geldstück. Zu allem Überfluss wird der Zehner nämlich ausgerechnet von den Panzerknackern aufgelesen... Unoriginelle, aber flüssig erzählte Storyidee mit amüsantem Schlussgag. Dazu die routinierten Zeichnungen Gattos. Note: 2- Der Irrtum des Höhlenweisen
- 40 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Rodolfo Cimino
- Zeichnungen: Giorgio Cavazzano
 A m Ende dieses LTBs steht eine Klassiker-Geschichte, und so liest man den Band doch irgendwie lieber bis zum Ende als bei der obligatorischen Bancells-Miguel-Pseudo-Story. Denn die 32 Jahre alte (!) Schlussgeschichte weiß zu überzeugen. Einmal alle fünf Jahre brauchen die Bewohnerinnen einer kleinen Tropeninsel Hilfe von außen, um „das große Grauen“ zu besiegen. Vom alten Weisen ausgewählt wird dieses Mal ausgerechnet Donald, der zu Hause den Hängematten abgeschworen hat und Abenteuer bestehen will. Und so sieht er sich sehr bald einem riesigen Ungeheuer gegenüber... Wahnsinn! Super! Toll! Es gibt kaum treffendere Adjektive für diese Geschichte, ist sie doch von den übersetzungstechnisch und vor allem zeichnerisch erstklassig umgesetzt worden. Und da wir die Flasche Blubberlutsch ja bei „Nimmermehr auf Abwegen“ schon entkorkt haben: Prost! Note: 1 Fazit
einige originelle Storyideen
Klassik-Geschichte am Ende Die Hälfte der Storys hat 30 Seiten oder mehr schickes Cover KuHoMi überzeugt mal wieder nicht
Gesamtnote: 2+ und damit wird das Unglaubliche wahr: Das hervorragende Niveau des Vorgängerbandes kann gehalten werden! Rezensent: Marcel Lorenz rezensiert am: 03.04.2009 |
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 12. Dezember 2009 um 09:42 Uhr |
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Erster Trailer für Toy Story 3 |
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Geschrieben von: Kronf
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Donnerstag, 16. Juli 2009 um 22:04 Uhr |
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Im Juni 2010 wird der dritte Teil des Animationsfilms Toy Story in die Kinos kommen. Pixar veröffentlichte nun den ersten Trailer zum Projekt. Über die Story wird darin noch nichts verraten, er verspricht allerdings eine würdige Fortsetzung im bekannten Stil.
Der Trailer bei Youtube... |
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 17. November 2009 um 16:33 Uhr |
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LTB Enten-Edition 20 (2007) |
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Geschrieben von: ZicheFan, Kronf
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Freitag, 11. Dezember 2009 um 12:19 Uhr |
Cover / Erster Eindruck Nicht gerade schön sieht Dagobert auf dem Cover seiner Enten-Edition aus. Zum Geburtstag hätte er sicher eine bessere Zeichnung verdient. Dafür kann diese Ausgabe mit durchschnittlich 30 Seiten pro Geschichte punkten, so ist man wieder auf dem Niveau der vorletzten Ausgabe angelangt. Und da der letzte Dagobert gewidmete Band (Nr. 2) auf überdurchschnittlichem Niveau lag, freut sich der geübte Leser auf die Lektüre. Ob diese Freude gerechtfertigt ist, werden wir sehen... Erster Eindruck von Wolpi: Das Cover, ausgeführt von einem eher mittelmäßigen Zeichner, zeigt die laut dem Titel „60 Jahre Onkel Dagobert“ thematisierte Person. Auf dem Bild badet Dagobert neben undefinierten Münzen (aufgrund ihrer goldenen Gleichfarbigkeit ist auf Taler zu schließen) jedoch auch in Euro-Scheinen. Da schlägt doch jeder Disney-Fan die Füße über dem Kopf zusammen! Doch wir schlagen den Band erstmal auf seine Rückseite und lesen uns den Ankündigungstext durch. Eine sehr gelungene Konstruktion aus Buchstaben und Zeichen. Ob man sich dem Schlusssatz „Ein preiswerter Lesespaß mit 12 Story-Sonderangeboten“ anschließen will, bleibt jedem selbst überlassen, aber 5,20 Euro sind nicht gerade wenig. Schauen wir nun ins Inhaltsverzeichnis. Was erblicken unsere geschundenen Augen? Ein neues Kapitel von "Glanz und Gloria derer von Duck"! Es ist in zwei Teile geteilt, was man in Verlagskreisen offenbar als Berechtigung ansieht, es als zwei Storys zu zählen. Wir gehen nun einfach mal von 11 Geschichten aus und stellen fest: 4 Erstveröffentlichungen. Die Barbarenbande - 1. Teil - 38 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Alberto Savini
- Zeichnungen: Andrea Freccero
Am Anfang steht gleich ein besonderer Leckerbissen: Nach neun Jahren gibt es endlich eine brandneue Folge der Serie „Glanz und Gloria derer von Duck“ (bisherige Folgen s. LTB Enten-Edition 11). Angesiedelt zwischen Teil 2 und 3 der Reihe passt diese Story logisch gut ins Bild: Dag-ench-Damun, ehemals Ägypter, lebt nun als Decius Ducatus in Rom. In seinem Weinkeller hält er den ägyptischen Staatsschatz versteckt. Und auf genau den haben es eine Barbarentruppe (die antike Form der Panzerknacker) und die Hexe Gundela Gaukela abgesehen. Währenddessen wurmt es Decius Ducatus, dass seine ägyptischen Münzen in Rom nur noch den halben Wert besitzen. Und so fasst er einen außergewöhnlichen Entschluss... Der erste Teil der Geschichte liest sich äußerst amüsant, dabei spielen die Haustiere der Barbaren und der Hexe, Achtminusacht und Immermehr :-) eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Die Zeichnungen Frecceros (letzter Auftritt: Enten-Edition 1) sorgen zudem an vielen Stellen für zusätzliche Heiterkeit. Zusammen mit den gelungenen Übersetzungen beginnt die neue Enten-Edition also hervorragend. Doch eine abschließende Bewertung wird an dieser Stelle noch nicht stattfinden. Sie folgt mit dem zweiten Teil der Geschichte später im Band. Geheimnisvolles Antilia
- 34 S.
- aus Donald Duck 154 (1981)
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giulio Chierchini
Fast 18 % der Geschichten Chierchinis (letzter Auftritt: Band 15) stammen aus der Feder des 1991 verstorbenen Guido Martina, der ja für die hohe Qualität seiner Storys bekannt ist. Doch auch wenn sich Martina hier wie gewohnt viel Zeit genommen hat, den Plot zu entwickeln, versickert die Geschichte irgendwo im Mittelmaß. Dagobert begibt sich samt Neffenschar auf die Spuren von Christoph Kolumbus. Und das aus gutem Grund: Einige Spanier sollen nach einem Sturm auf einer Insel eine Stadt mit goldenen Dächern entdeckt haben. Dagobert staunt nicht schlecht, als er praktisch aus Versehen auf der richtigen Insel landet und plötzlich seinem eigenen Vorfahren gegenübersteht... Plot Mittelmaß, Zeichnungen Mittelmaß. Note: 3
Peinliche Erinnerungslücken - 35 S.
- aus Donald Duck 191 (1982)
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giovan Battista Carpi
Der häufigste Kompagnon Martinas bei der Produktion von Disney-Comics war Giovan Battista Carpi (letzter Auftritt: Band 18). Doch leider animiert auch diese Geschichte eher zum Gähnen als zur Freude. Dagobert will, dass Donald für ihn eine Ölquelle kauft. Um mehr geht es eigentlich nicht, das ganze wird dann ausgepresst bis zum letzten Tropfen und am Ende soll Donald mal wieder den Gelackmeierten spielen. Alles in allem also eine Gagstory ohne Überraschungen. Immerhin sind die Zeichnungen schön anzusehen. Note: 3+
Gemüse aus dem Weltraum
- 34 S.
- aus Donald Duck 407 (1989) und LTB Spezial 3 (1999)
- Story: Giorgio Pezzin
- Zeichnungen: Giovan Battista Carpi
Was macht man, wenn Ideen rar werden? Man wärmt eine Geschichte auf, die auch schon mal im LTB Spezial aufgewärmt wurde. Immerhin passt sie in diesen Band besser rein: Dagobert machen zahlreiche Missernten bei seinen Gemüseplantagen zu schaffen. Um unabhängig vom Wetter zu werden, verlegt er seine Anbaugebiete kurzerhand in den Weltraum. Diese Idee wird unendlich in die Länge gezogen, 10 Seiten weniger hätten für diese Geschichte locker gereicht. Allerdings muss man hier die hervorragenden Zeichnungen Carpis erwähnen. Von den Illustrationen her also ein Meisterwerk, was allerdings durch die eher dürftige Story ein Stück weit kaputt gemacht wird. Note: 2- Vertauschte Rollen

- 28 S.
- aus Donald Duck 513 (1997)
- Story: Carlo Panaro
- Zeichnungen: Roberto Racca
In Roberto Raccas allererster Disney-Geschichte (insgesamt hat er zwischen 1995 und 1999 auch nur sechs Stück produziert) rückt zur Abwechslung einmal Baptist in den Mittelpunkt. Zunächst erfährt man, wie schwer man es als Butler bei Dagobert hat, schließlich herrscht absoluter Sparzwang. Eines Abends jedoch macht Baptist die Panzerknacker dingfest. Eigentlich würde ihm dafür eine ganz schöne Stange Geld zustehen. Dagoberts Münzen jedoch will Baptist gar nicht. Dafür schlägt er seinem Chef vor, für eine gewisse Zeit einen Rollentausch durchzuführen. Und sehr bald merkt Dagobert, wie schwer übertriebenes Sparen und eine ordentliche Haushaltsführung zu vereinbaren sind… Dass aus der Geschichte zwangsläufig eine bestimmte Lehre folgt ist zwar logisch, doch der Weg dahin wird amüsant beschrieben, sind doch Dagoberts Versuche im Haushalt zum Kringeln. Selbst bei seiner allerersten Duck-Geschichte zeichnet Racca schon schöner als manch anderer nach dreißig Jahren. Insgesamt also eine gute Story, die in diesem Band thematisch auch erstklassig aufgehoben ist. Note: 2 Die Barbarenbande - 2. Teil 
- 28 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Alberto Savini
- Zeichnungen: Andrea Freccero
Nun endlich kommt die Fortsetzung der ersten Geschichte dieses Bandes, und auch sie weiß vollends zu überzeugen, ja sie übertrifft sogar noch den ersten Teil in Wortwitz und Action. Klasse! Note: 1 Rezension von Wolpi: Der Zeichner heißt Andrea Freccero. Mir ist dieser Name neu, doch der Inducks spricht von 45 Veröffentlichungen auf deutsch. Die Zeichnungen überraschen positiv. Zusammen mit dem Skript von Alberto Savini geben sie der sonst eher flachen „Saga“ eine ungewohnte Tiefe. Die Barbarenbande (Panzerknacker) ziehen durch den Regen Caledoniens. Mit ihrem Hund Achtminusacht (Achtmalacht) suchen sie die Wahrsagerin Gundula Gaukela (Gundel Gaukeley) auf. Kaum taucht deren Rabe Immermehr (Nimmermehr) auf, spielt sich neben der Haupthandlung der „Menschen“ eine weitere Handlung zwischen den Tieren ab. So entdecken Rabe und Hund etwa das Popcorn. Nach der Verbündung der Barbaren mit der Wahrsagerin geht es auf zu ihrem Ziel in Form von Decius Ducatus (Dagobert Duck), der uns aus dem dritten Teil der Saga bekannt ist. Bei ihm haust nicht nur Donaldus mit seinen drei Neffen, die das „Handbuch für junge Imperatoren“ studieren und dabei wie gehabt die Zukunft vorhersagen, sondern auch Gustavus, Vetter Donaldus' und furchtbarer Angeber. Immer wieder begegnen uns geniale Witze im Laufe der Story: So tanken Barbaren und Hellseherin ihre Ochsenkutsche mit „Mais“, „Stroh“ oder „Super“. Bislang ist man als Leser der Ansicht, die Story liefe zeitlich während Kapitel 3 der Saga, in dem sich die Karawanenknacker (auch Panzerknacker) auf den Weg zu Decius machen. So scheint es nur kurz nacheinander zu geschehen, dass in „Die Barbarenbande“ Decius die Idee zum Umwandeln seiner Münzen kommt und er in Kapitel 3 Donaldus davon erzählt. Archimedes, der die Umwandlung vorgenommen hat, befindet sich in dieser Story ebenfalls in Rom, während es in Kapitel 3 so klingt, als wäre er in Ägypten geblieben. Karolus der Gladiator (Kater Karlo) gibt sich auch wieder die Ehre, sodass er Barbaren und Karawanenknacker trifft. Das Ende jedoch verrät uns, dass die Geschichte unmittelbar vor Kapitel 3 spielt. In Decius' Schankstube sitzt ein Mann, der stark an Timmy Taube (Die Nervensäge, LTB 354) erinnert. Plötzlich kann die Wahrsagerin aber zaubern (und zwar ganz schön wild), was nicht so ganz überzeugt. Trotz dieses Ausrutschers gebe ich der Story noch die Note: 1- Ideale Ideenfindung
- 4 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Augusto Macchetto
- Zeichnungen: Maurizio Amendola
Liegt es daran, dass dies die dreizehnte Geschichte Amendolas mit Daniel Düsentrieb war? Liegt es am mangelnden Einfallsreichtum Macchettos? Wahrscheinlich dürfte eher letzteres die Ursache für die mangelnde Qualität dieser Geschichte sein: Düsentrieb erklärt Donald, wie er auf Ideen kommt, Donald macht das nach, herauskommen tut dabei natürlich nichts Produktives. Gähn! Weine werden mit den Jahren besser, Plots nicht. Und so ist auch 10 Jahre nach der italienischen Erstveröffentlichung dieses Werk sicherlich kein meisterhaftes. Zudem ist es hier auch vollkommen überflüssig: Dagobert sucht man nämlich vergebens! Note: 4 Eine Hexe auf Verbrecherjagd- 26 S.
- aus Donald Duck 357 (1986)
- Story & Zeichnungen: Maurizio Amendola
 Und es folgt gleich noch eine Geschichte von Maurizio Amendola, seine erste mit Gundel Gaukeley überhaupt. Man könnte sich ja beim ersten Mal auf altbewährtem ausruhen, aber nein: Nach einem typischen Gundel-Start (Einbruch in Dagoberts Geldspeicher) geht es recht abwechslungsreich weiter. Während Gundel noch zugange ist, überfallen zwei Gauner den Geldspeicher. Infolge dessen wird Gundel ausgeknockt und hat ihr Gedächtnis verloren, als sie wieder zu sich kommt. Und nun hat Donald ausnahmsweise mal eine gute Idee. Er schafft es, Gundel einzureden, sie sei bei Dagobert beschäftigt und müsse bei der Wiederbeschaffung des Diebesgutes mithelfen… Nette Abwechslung zu den vielen 08/15-Gundelstorys auf dem Markt, obwohl die Idee mit dem Gedächtnisverlust für den geübten LTB-Leser natürlich auch nicht neu ist. Dazu kommen noch schlichte, aber gelungene Zeichnungen. Nur die Gauner wirken auf mich (sowohl storytechnisch als auch zeichnerisch) ein wenig zu profillos. Note: 2- So oder so der Beste
- 26 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Giorgio Pezzin
- Zeichnungen: Sergio Cabella
Diese Geschichte hat immerhin fünf Jahre auf ihre Veröffentlichung in Deutschland gewartet. Und: Das Warten hat sich wenigstens einigermaßen gelohnt. Doch ist es nicht besonders klug gewesen von der LTB-Redaktion, die Story direkt hinter die von Gundel zu setzen, ist der Grundgedanke doch bei beiden Geschichten derselbe: Hier verliert nicht Gundel, sondern Dagobert das Gedächtnis, und da er sich nun gerade in einer Art Undercover-Einsatz in einer Konkurrenzfirma befindet, hält er sich ab sofort wirklich für deren Mitarbeiter. Schwachpunkt: Dass Dagobert über Wochen hinaus nicht merkt, dass sein Bart falsch ist, ist doch sehr unwahrscheinlich! Ansonsten aber bietet diese Geschichte schlichtweg guten Lesespaß. Die Illustrationen Cabellas sind außerdem noch wunderbar anzusehen und so bleibt mir nur noch, eine Leseempfehlung abzugeben. Note: 2 Das Buch des Schicksals
- 22 S.
- aus Donald Duck 317 (1984)
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Francesc Bargada Studio
Rund 150 Geschichten illustrierte das Studio des Spaniers Francesc Bargada Subirats in den Jahren 1980 bis 1995. Diese stammt aus der Feder des hochrangigen Autors Guido Martina und ist die dreizehnte und vorletzte Martina-Bargada-Koproduktion. Leider enttäuscht der Plot großteils: Dagobert besucht wieder einmal Donald und die Kinder. Durch einen Trick bekommt er Donald einmal mehr ans Arbeiten. Der Erbneffe soll auf dem Gelände von Dagoberts neuer Villa einen Brunnen graben. Auf Wasser stößt er dabei zwar nicht, dafür aber auf eine antike Statue. Hat Dagobert etwa von dem vergrabenen Schatz gewusst und wurde seine Familie somit unter Vorspiegelung falscher Tatsachen hergelockt, nur, damit der reiche Onkel noch reicher wird? Na klar! Doch diesmal lassen sich Donald und die Kinder das nicht so einfach gefallen… Der Plot plätschert so vor sich hin, bis er für mein Empfinden viel zu schnell und reibungslos zu Ende geht. Man hätte hier sicherlich mehr draus machen können, doch Martina vergibt jede Chance auf langanhaltende Spannung. Die Zeichnungen des Bargada Studios sind in Ordnung, mehr aber auch nicht. Note: 4+ PS: Alle unter uns, die ein wenig mit griechischen Buchstaben vertraut sind, werden auf der Inschrift von Seite 264 sicher nicht „Lisippo“, sondern „Lisipps“ lesen… Auf Eis gelegt- 35 S.
- aus Donald Duck 69 (1979), LTB Spezial 1 (1997) und "Der Dax der Ducks" (2000)
- Story: Giorgio Pezzin
- Zeichnungen: Giovan Battista Carpi
So langsam scheint der LTB-Redaktion die Kreativität auszugehen. Nicht nur, dass dies bereits die dritte Geschichte Carpis in diesem Band ist, nein: Diese ist auch bereits drei Mal in Deutschland veröffentlicht worden! Und das, obwohl die Story nicht sehr originell ist. Dagoberts Geldspeicher ist zum Schandfleck für die ganze Stadt geworden. Risse in Gebäude und Fundament machen sich nun mal optisch nicht sehr gut. Und so hat Dago die Idee, das Haus gegen ein riesiges Aquarium einzutauschen. Frage meinerseits: Wo bleiben seine Geschäftsräume und was passiert mit den ganzen Geldscheinen? Nun ja, jedenfalls wird dieser Vorschlag ausgeführt, und dann kommen die Panzerknacker auf die Idee, das ganze einzufrieren. Schlussendlich können Dagobert und seine Neffenschar das Unglück noch abwenden und die Story mündet in einen (wirklich!) gelungenen Schlussgag. Der ist neben den routinierten Zeichnungen Carpis aber auch das einzige Element, das wirklich überzeugt. Note: 3- Operation Midas
- 25 S.
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Story: Rodolfo Cimino
- Zeichnungen: Maurizio Amendola
Auch Maurizio Amendola erhält in der letzten von vier deutschen Erstveröffentlichungen eine dritte Chance, sein Können zu beweisen. Der Plot des Vielschreibers Rodolfo Cimino erscheint leider wenig durchdacht, enthält er doch einen riesigen Logikfehler. Dazu später mehr. Zum Inhalt: Dagobert erfährt von einem Dokument des sagenumwobenen König Midas, mit dem er die Macht hatte, alle Menschen, die noch reicher waren als er, so lange zu schröpfen, bis Midas selbst der reichste war. Logisch, dass Dagobert nun dahinter her ist? Nein, finde ich überhaupt nicht, schließlich müsste er allemal so klug sein, zu bedenken, dass er eh schon der reichste Mann der Welt ist. Denn das ist der platte Schluss: Dagobert müsste sehr gut auf das Dokument acht geben, denn jeder, der es in die Hand bekäme, könnte ihm sein gesamtes Vermögen nehmen. Unter diesem Logikfehler ächzt die gesamte Geschichte, dabei hätten die Zeichnungen Amendolas besseres verdient (siehe z.B. das zum Brüllen komische Panel auf Seite 327 unten). Immerhin ist die Suche nach dem Dokument ganz gut gelungen. Note: 3- Fazit
Eine wunderbare neue Folge der Duckschen Familiensaga auffallend viele Zweit-, Dritt- und sogar Viertveröffentlichungen Band startet gut, die Qualität nimmt aber auf den letzten 80 Seiten spürbar ab
nicht alle Geschichten passen zum Thema des Bandes
Gesamtnote: 3 und damit die schlechteste Enten-Edition seit Band 15!
Rezensent: Marcel Lorenz rezensiert am: 08.11.2009 |
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 11. Dezember 2009 um 12:56 Uhr |
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Oona und Rosa im Sonderheft |
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Geschrieben von: Kronf
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Dienstag, 14. Juli 2009 um 10:49 Uhr |
Es gibt inhaltliche Neuigkeiten zum Die tollsten Geschichten von Donald Duck Sonderheft. So begann im aktuellen Heft 266 die Veröffentlichung der Prinzessin-Oona-Serie mit dem Erstauftritt der Steinzeitdame aus der Micky Maus 9/1996. Mehrere Leser hatten dies in den letzten Jahren angeregt.
Gleichzeitig geht das Barks-Neuübersetzungsprojekt weiter. Harry Nützel übersetzte diesmal den Nachbarschaftskrieg zwischen Donald und Zorngiebel in Unfreundliche Feinde. Die Fuchs-Übersetzung erschien als Alte Feindschaft in Heft 66.
Für Heft 270 kündigt die Redaktion mal wieder eine Rosa-Story an: Die drei Caballeros, vor 9 Jahren in der Micky Maus veröffentlicht. |
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. Juli 2009 um 11:05 Uhr |
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