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Bertel-Express

Zeischrift für Enten, und solche, die es werden wollen

LTB Enten-Edition 05 (2002) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: ZicheFan, Kevin   
Donnerstag, 09. Juli 2009 um 13:15 Uhr

Copyright Egmont EhapaCover / Erster Eindruck

Diesmal geht es nicht um eine Person, sondern (ähnlich wie in Band 3) um Geschichten zu einem bestimmten Thema. Hier ist es das Thema „Schatzsuche“. Die Ducks sind ja schließlich of genug in aller Herren Länder unterwegs, damit Dagobert sich bereichern kann... Die Länge der Storys beträgt durchschnittlich 24 Seiten.

Erster Eindruck von Kevin: Das Cover sieht nicht so schlimm aus wie gewohnt, für Ehapasche Verhältnisse wirklich gut. Das Thema klingt interessant, aber wie gewohnt schafft es Ehapa, wie sofort klar wird, größtenteils Müll auszuwählen. Nicht ungewöhnlich für die Nebenserien, die endlich die Chance bieten, alte Schätze auszugraben. Der Seitendurchschnitt ist natürlich mies, aber was soll man machen.

 

Der Schatz der Xchnirchteken

Copyright Egmont Ehapa

  • 30 S.
  • Deutsche Erstveröffentlichung
  • Story: Carlo Panaro
  • Zeichnungen: Luciano Gatto

Gut Dagobert erfährt von dem Schatz der Xchnirchteken, einem ewig müden Volk, bei dem es sogar Schlaf – Wettbewerbe gab, bei den der „kunstvollste Schläfer“ gekrönt wurde. Der Schatz wurde bis heute noch nicht gefunden, doch Dagobert bekommt durch Zufall die Schatzkarte in die Hände. Der Mechanismus zur Freigabe des Schatze kann nur von einem „Großmeister des Schnarchens“ ausgelöst werden. Dagobert braucht nicht sehr lange suchen, bis er in seinem näheren Umfeld jemanden findet, der dieser Anforderung gerecht wird... Die Story ist immerhin relativ originell, die Zeichnungen – wie von Luciano Gatto bereits gewöhnt – ganz passabel. Note: 2

Rezension von Kevin: Luciano Gattos Zeichnungen sind wie immer sehr sporadisch und wirken fantasielos, die Figuren wie immer gelangweilt, sie wirken sehr mechanisch. Schnarchgeschichten sind nicht neu, die Idee allgemein, einen Schatz durch ein Geräusch, Gewohnheit oder ähnliches zu erreichen, ist ein alter Hase. Immerhin versuchte man hier mal, eine etwas längere Story abzudrucken, das muss schon mit einem Mittelmaß belohnt werden, vom Hocker reißt einen die Geschichte nicht.

 

Die Quelle der ewigen Jugend

  • 22 S.
  • aus Donald Duck 346 (1985)
  • Story: Rick Marschall & Tom Anderson
  • Zeichnungen: Antoni Gil-Bao

Mittelmaß EGMONT FOR EVER! (Wem die Ironie entgangen ist, dem kann ich auch nicht mehr helfen!) ;-) Dagobert will mit Klever einen Boxkampf austragen. Wer gewinnt, ist der Tollste (sonst hat dieser Wettkampf überhaupt keinen Sinn). Da er aber sehr bald merkt, wie sein Alter es ihm zu schaffen macht, macht Dagobert sich auf die Suche nach der Quelle der ewigen Jugend. Doch Klever kriegt Wind von der Sache. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt... Klingt spannend, ist es aber nicht! Die Zeichnungen tun ihr übriges! Note: 3-

Rezension von Kevin: Die Geschichte ist mal ganz was neues, wow! Nein, im Ernst: mal abgesehen, dass sie von Egmont ist (klingelts?) ist die Geschichte zwar sauber durchgezeichnet, man erkennt aber einen unpersönlichen Stil. Typisches DD-Taschenbuch-Niveau. Mittelmaß, weil es schlechter geht.

 

Hurubars Streitwagen

Copyright Egmont Ehapa

  • 32 S.
  • aus Donald Duck 267 (1983)
  • Story: Giorgio Figus
  • Zeichnungen: Guido Scala

Mittelmaß Die Ducks stoßen in Onkel Dagoberts Privatbibliothek auf ein Buch, dass von Hurubars Streitwagen erzählt. Hurubar war ein Herrscher von Ittika, und sein Streitwagen hatte folgenden Nutzen: Wenn sich Hurubar daraufstellte und einer seiner Feinde stand gegenüber von ihm, konnte er dessen Gedanken lesen und sich so auf Feldzüge gegen sich frühzeitig einstellen. Da Dagobert natürlich auch gerne die Gedanken seiner Geschäftspartner lesen möchte, brechen die Ducks sofort auf... Die Geschichte ist relativ platt (stumpf, simpel... Ich könnte stundenlang so weiter machen), die Zeichnungen fallen unter die Kategorie „ganz nett“. Note: 3+

Rezension von Kevin: Ah, italienischer Glanz auf schlechtem Papier! Guido Scala, einer der detailreichsten Zeichner überhaupt (Rosa strichelt nur) verwöhnt das Auge, mit einem sehr persönlichen, aber überaus reifen Stil. Im Gegensatz zu Andersen, der zwar einen eigenen Stil hat, welcher jedoch aussieht, als hätte der Bleistift versteckte Agressionen gegen den Herrn Zeichner. Proportional nichts auszusetzen, der Mann versteht, was er macht. Leider eine schlechte Geschichte, Donald verwechselt etwas, all die Müh umsonst, fertig. Nicht sehr fantasievoll, aber als Liebhaber alles Stilvollen vergebe ich hier (etwas großzügig, zugegebenermaßen) ein Gut.

 

 Schwarzes Gold in Sandistan

Copyright Egmont Ehapa

  • 31 S.
  • aus Donald Duck 315 (1984)
  • Story: Unbekannter Verfasser
  • Zeichnungen: Jose Luis Lopez Guardia
Mittelmaß Dagobert wird nach Sandistan eingeladen und dort mit großem Trara begrüßt. Als seine Neffen und Großneffen ihn fragen, weshalb er dermaßen hochgestellt behandelt werde, erzählt er ihnen eine Geschichte um Ölquellen, Klaas Klever und Wasser in der Wüste... Schwache Story, schwache Zeichnungen – mit anderen Worten: EGMONT. Note: 4+

 

Rätsel um Emil Erpel

Copyright Egmont Ehapa

  • 73 S.
  • Deutsche Erstveröffentlichung
  • Story: Augusto Macchetto
  • Zeichnungen: Claudio Sciarrone
Highlight Die Geschichte spielt um die Jahrtausendwende (die vom 20. ins 21. Jahrhundert). Emil Erpel hat den Entenhausener Bürgern einen Schatz hinterlassen. Mit einer Menge Botschaften hält er die Teilnehmer zum Narren. Eine wunderbare Geschichte, in der die Entenhausener eintauchen in die Zeit der Gründungsjahre ihrer schönen Stadt. Die Reise führt sie von den ersten Siedlern bis zum Bau der Emil – Erpel Statue. Die Story ist also spitzenmäßig, doch was ist mit den Zeichnungen? Ausgelassen, fröhlich und einfach nur superpassend! Note: 1
 
 

Schwarzschnabels Schatz

  • 16 S.
  • aus Donald Duck 261 (1983)
  • Story: Carlo Chendi
  • Zeichnungen: Luciano Bottaro
Mittelmaß Nein, wie stumpf... Ein Hickhack zwischen Klaas Klever und Dagobert um einen Schatz, dessen ehemaliger Inhaber der Pirat Schwarzschnabel (wie außerordentlich kreativ) war... Inhaltlich großer Mist! Zeichnungen ganz passabel! Note: 3- (aber nur wegen den Zeichnungen!)
 
 

Trickreiche Schatzsuche

  • 31 S.
  • aus Donald Duck 257 (1983)
  • Story: Gian Giacomo Dalmasso
  • Zeichnungen: Francesc Bargada Studio
Mittelmaß Klever lässt von einem Maler eine Schatzkarte erstellen, die gar keine ist. Er versucht damit, Dagobert aufs Kreuz zu legen. Doch wer zu letzt lacht, lacht am besten... Zeichnungen höchstens Mittelmaß, Story hätte sich ein Dreijähriger ausdenken können. Note: 4+
 
 

Der Ring des Piraten

Copyright Egmont Ehapa

  • 25 S.
  • aus Donald Duck 343 (1985)
  • Story: Frank Gordon Payne
  • Zeichnungen: Massimo de Vita
Gut Donald schenkt Daisy einen Ring. Nach einigen Tagen ist die Oberschicht dieses Ringes ab. Zu sehen ist eine eingeritzte Karte eines Mississippi – Gebietes. Eine der darauf befindlichen Inseln ist angekreuzt (was bedeutet das wohl???). Bei der Schatzsuche sind die Ducks aber nicht allein, denn noch jemand ist hinter dem Schatz her... Sehr schöne Zeichnungen, gute Story. Note: 2+
 
 

Der Schatz in der Haifischbucht

  • 12 S.
  • aus Donald Duck 319 (1984)
  • Story: Unbekannter Verfasser
  • Zeichnungen: John Carey
Schlecht Ein sogenanntes „Crossover“. Es kommen sowohl Kater Karlo als auch die Ducks vor. Karlo hat diese in die Haifischbucht gelotst, damit sie ihm dort einen Schatz bergen. Er selbst hat Angst vor den Haien in der Haifischbucht. Story vermutlich von einem Zweijährigen, Zeichnungen hundsmiserabel. Wen wundert es da noch, dass ich dieses eine unheilvolle Wort sage: EGMONT! Note: 5+ Spätestens hier fängt man an zu bitten und zu flehen, dass keine Egmont – Produktionen mehr kommen, doch schon die nächste Geschichte ist wieder eine...
 
 

Der Geist aus der Wunderlampe

  • 23 S.
  • aus Donald Duck 247
  • Story: Werner Wejp-Olsen & Tom Anderson
  • Zeichnungen: Jose Luis Lopez Guardia
Schlecht Dagobert ersteigert aus Zufall eine Schatzkarte. Bis hier hin ist die Story nicht anders als tausend andere, den Rest erspar ich euch, weil das ist echt weit weg von allen Grenzen des guten Geschmacks!!! Zeichnungen gerade noch okay... Note: 5+ (Trotz der Zeichnungen!!!)
 
 

Vier Schatzhöhlen

Copyright Egmont Ehapa

  • 30 S.
  • Deutsche Erstveröffentlichung
  • Story: Rodolfo Cimino
  • Zeichnungen: Giulio Chierchini
Gut Die letzte Geschichte ist dann aber doch wieder ganz originell. Ali Baba hatte einen Sohn namens Abu Daba (etws stunpf, aber egal). Der hat angeblich sein gesamtes Hab und Gut auf vier Schatzhöhlen verteilt, die zwar alle in der Wüste, aber doch gut verteilt liegen. Während der Schatzsuche stoßen die Ducks auf den „Weisen der Wüste“, der für einige Lacher sorgt... Zeichnungen passen gut zur Geschichte. Note: 2+
 
 

Fazit

  • Highlight wunderbare Erstveröffentlichungen
  • Highlight eine der besten Geschichten aller Zeiten: "Rätsel um Emil Erpel"
  • Mittelmaß mittelmäßiges Cover
  • Schlecht  zu viele Egmont-Produktionen
  • Schlecht  viele Schatzsucher-Geschichten nach "Schema F"
Gesamtnote: 3+
 
Rezensent: Marcel Lorenz
rezensiert am: 08.03.2006
Zuletzt aktualisiert am Montag, 27. Juli 2009 um 10:20 Uhr
 
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